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16. Oktober 2020
Neues Kältelabor am BSZ Vogtland



Mit der Übergabe des symbolischen Schlüssels für die neuen Trainingsarbeitsplätze im Kältelabor des Beruflichen Schulzentrums Vogtland (BSZ Vogtland) durch Tobias Rochhausen, Geschäftsführer der Rochhausen Kältesysteme GmbH Scharfenstein, an die Schulleitung des BSZ und die Lehrkräfte des Fachbereichs Kältetechnik erfolgte am 16. Oktober 2020 die offizielle Einweihung des neuen Kältelabors der Berufsschule.

Die Firma Rochhausen Kältesysteme GmbH hat sich seit einigen Jahren unter anderem auf die Fertigung kundenspezifischer Lehrmodelle spezialisiert. Eine Vielzahl von Bildungseinrichtungen in Deutschland und darüber hinaus wurde so in den letzten Jahren mit Produkten der Firma Rochhausen ausgestattet. Gerade im Hinblick auf alternative und brennbare Kältemittel gehört sie zu den führenden Herstellern.

Der Vogtlandkreis, als Schulträger zuständig für die Sachausstattung des staatlichen BSZ Vogtland, investierte in die zukunftsorientierte technische Neuausrüstung des Kältelabors am BSZ-Standort in Reichenbach im Vogtland. Somit stehen im Kältelabor des BSZ acht kältetechnische Trainingsarbeitsplätze für den praktischen Berufsschulunterricht zur Verfügung, die schon seit Beginn des neuen Schuljahres genutzt werden.

Schulleiter Tasso Börner dankt Herrn Rochhausen und dem Schulträger sehr für das geleistete Engagement. Diese Trainingsarbeitsplätze bieten optimale Bedingungen für angehende Mechatroniker/-innen für Kältetechnik und eröffnen für den Praxisunterricht vielfältige Experimentiermöglichkeiten zum einstufigen Kältekreisprozess. Angefangen bei einfachen Thermostatsteuerungen für den vollhermetischen Hubkolbenverdichter über Abpump- und Abtauschaltungen sowie Schaltungen mit Kühlstellenreglern im Kältekreislauf bis hin zur digitalen Vernetzung der Einzelarbeitsplätze mit entsprechenden Reglersystemen zu einem kleinen Supermarkt mit acht Kühlstellen.

An den Arbeitsplätzen, die im Unterricht jeweils von zwei Auszubildenden genutzt werden, lassen sich sämtliche in der Praxis wichtigen Grundschaltungen sowohl kältetechnisch als auch elektrotechnisch aufbauen. Eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Messung unterschiedlicher Betriebskenngrößen sowie für Eingriffe in den Kältekreislauf sichert die unmittelbare experimentelle Nachprüfbarkeit theoretischer Aussagen zum Kältekreisprozess.

Im Vergleich zu den vorherigen Arbeitsplätzen setzten die Planer und Entwickler der neuen Trainingsarbeitsplätze auf ein Anlagenkonzept, das für die Kopplung der Einzelbauteile des Kältekreislaufs auf festen Rohrleitungsverbindungen in Kombination mit Absperrventilen basiert.

Die bisher vorhandenen lösbaren und durch intensiven Gebrauch bisweilen zu Undichten neigenden Schlauchverbindungen gehören damit der Vergangenheit an. Außerdem verkürzen sich mit diesem Anlagenkonzept die Umrüstzeiten für unterschiedliche im Praxisunterricht zu bearbeitende Kälteschaltungen erheblich.

Weiterhin ermöglicht ein cloudbasiertes Informationssystem den unmittelbaren digitalen Zugriff auf weiterführende technische Informationen zu den verwendeten Bauteilen. So können die Auszubildenden über einen auf den Bauteilen angebrachten QR-Code beispielsweise neben Datenblättern auch Montage-, Einstell- und Bedienungsanleitungen oder Schaltpläne für Anwendungsschaltungen auf ein mobiles Endgerät abrufen.

Genutzt werden die neuen Trainingsarbeitsplätze im sogenannten Anwendungsorientierten gerätegestützten Unterricht (AGU) der Berufsschule von circa 330 Auszubildenden im Beruf Mechatroniker/-in für Kältetechnik vom 1. bis zum 4. Ausbildungsjahr. Zum Tag der offenen Tür, der alljährlich Anfang März am BSZ-Standort in Reichenbach stattfindet, können die Besucher die neue Laborausstattung vor Ort besichtigen.


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